Veränderungen im Laufe der Zeit

Als ich damals mit meiner ersten Reitpädagogik-Gruppe startete war ich noch der Meinung, dass ich keinen Reitunterricht anbieten möchte. Ich wollte (und will immer noch!) allen Interessierten und vor allem den Kindern den perfekten Einstieg in die Welt der Pferde ermöglichen. Mit allem Drum und Dran, von A wie abmisten über P wie Pferdesprache bis Z wie zufriedene, gesunde Pferde.

 

Die Zeit verging, die ersten Kids entwuchsen der Anfängergruppe und wechselten in größere Ställe mit herkömmlichem Reitunterricht in der Abteilung. Nach kurzer Zeit erhielt ich Nachrichten, dass es den Kindern dort keinen Spaß macht. Die Kids waren gar nicht oder nur sehr kurz an der Longe, bekamen dafür aber gleich Zügel und Gerte in die Hand. Sie fühlten sich alleine gelassen, verunsichert, verängstigt und die Pferde taten ihnen leid. Immerhin hatte ich ihnen in der Gruppe ganz andere Werte vermittelt.

 

So entstand im Laufe der Zeit meine kleine Reitschule, die es den Kindern, Jugendlichen und auch schon so manchem Erwachsenen ermöglichte, dem Alter gerecht in einer entspannten und fröhlichen Atmosphäre zu lernen. Meine Schüler dürfen und sollen hinterfragen, ausprobieren und sich vor allem die Zeit nehmen, die es braucht. Das Wohl der Pferde steht dabei immer an erster Stelle - immerhin sind wir zu Gast auf dem Pferderücken.

 

(Richtig) Reiten lernen dauert so oder so ein Leben lang  – warum also diese Eile in der Grundausbildung? :-)